Vorurteile, Fragen und Halbwahrheiten - Die Wahrheit

   
 


 

 

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Vorurteile gibt es reichlich, leider werden sehr viele davon sogar durch Tierärzte verbreitet, ein Großteil stammt allerdings von Futterfirmen - Um einmal Hans-Ulrich Grimm aus seinem Buch "Katzen würden Mäuse kaufen" zu zitieren:
 

 "Schließlich kann der Hund ohne Chappi leben, Chappi aber nicht ohne Hund"

Es ist als Laie nicht möglich ein ausgewogenes Menü zu erstellen.
Wer sich einmal genauer mit der Zusammensetzung von Fertigfutter befasst hat, wird feststellen das vieles nicht ansatzweise einer naturnahen Katzenernährung entspricht. Da es fast ausschließlich bestimmungen gibt wie viel von was mindestens drin sein muss um als Alleinfutter zu gelten werden diese erfüllt, dem genauen Nährstoffbedarf von Katzen wird dabei kaum eine beachtung geschenkt.
Beim BARFen hingegen arbeitet man mit Bedarfs- und Nährwerttabellen, individuell auf die genauen Bedürfnisse seiner Katze/n angepasst kann man so ein beinahe perfektes Menü zusammenstellen. Zwar nur fast perfekt aber immer noch besser als Fertigfraß!
Vorsicht: BARFen mit Halbwissen ist dennoch gefährlich und kann u.U. tödlich ausgehen! In der Sekte herrscht informationspflicht ;D

Mein Tierarzt spricht sich absolut gegen das BARFen aus und hat mir von Studien erzählt die die Gefahren belegen.
Viele Leute die sich mit der Biologisch artgerechten Rohfütterung beschäftigen sind verwirrt wenn sie nach einiger Recherche im Internet ihren Tierarzt nach seiner Meinung fragen und dieser Rohfleisch vollkommen ablehnt. Meist empfiehlt er dann noch ein bekanntes, leider minderwertiges Trockenfutter und gut ist's!
Die meisten wissen nicht: Im Studium ist Tierernährung kein Thema, dazu bleibt durch die vielen Krankheiten und Behandlungsmethoden die durchgenommen werden müssen kaum Zeit.
Fortbildungen zum Thema Hunde- und Katzenernährung sind immer auf freiwilliger Basis und werden fast ausschließlich von Futtermittelfirmen, meist Royal Canin und Hills, geleitet. Diese Firmen bieten dann auch noch Unterstützung beim Praxisaufbau an und schon haben sie den jungen Tierarzt mit einem Vertrag auf ihrer Seite. Das diese Futtermittel absolut nicht artgerecht und eher schädlich als nützlich sind weiß der Veterinärmediziener nicht.
Diese "Studien" wurden ebenfalls von Tierfutterherstellern geleitet um die Gefährlichkeit von Rohfütterung zu belegen. Hunde und Katzen werden Monate lang mit schierem Fleisch ohne Supplemente, Knochen, etc. gefüttert und zudem in kleine Käfige gesperrt. Verständlicherweise entstanden dadurch tödliche Mangelerscheinungen. Aber das hat nichts mit BARF zu tun, das ist schlicht und ergreifend sinnlose Tierquälerei.

Rohes Fleisch enthält Würmer und Salmonellen.
Nicht ganz, rohes Fleisch, gerade Geflügel und Fisch kann mit Salmonellen befallen sein, allerdings haben Katzen eine sehr agressive Magensäure die in der Lage ist solche Krankheitserreger abzutöten, in der Natur fressen sie schließlich auch Rohfleisch. Eine gesunde Katze kann sich somit kaum mit Salmonellen anstecken.
Würmer in Futterfleisch sind allerdings vollkommener Humbug, fast jedes führ Hunde und Katzen erhältliche Frostfleisch stammt von Tieren die für den Verzehr durch Menschen geschlachtet wurden, diese Schlachttiere und später auch das Fleisch muss auf Würmer kontrolliert werden.
Außerdem tötet 24 stündiges einfrieren bei mindestens -20° sämtliche Würmer, Wurmlarven und -Eier ab.

Knochen können splittern und die Katze lebensgefährlich verletzen.
Jein, wie die Sache mit den Parasiten ist dies eine Halbwahrheit. Rohe Knochen, auch vom Geflügel, sind vollkommen ungefährlich. Gerade Hühnerflügel und -Hälse eignen sich super für Katzen.
Gegart stimmt es allerdings tatsächlich, die Hitze verbrennt die Knorpelmasse und lässt ein poröses, scharfkantiges "Ding" zurück das tatsächlich gefährliche, unter Umständen sogar tötliche, Verletzungen hervorrufen kann.
Deshalb: Roh, roh und nochmals roh!
Und außerdem, was frisst eine Katze denn in der Natur? Genau Mäuse und sogar Vögel und das MIT Knochen O.O
Wem das ganze trotzdem zu gefährlich ist kann ohne Probleme mit Calciumsupplemente ein gutes Calcium/Phosphor Verhältniß erstellen.

BARFen ist sehr Zeitintensiv.
Naja, das schlimmste ist das einlesen und sture auswendiglernen am Anfang, niemand hat behauptet das man jeden Tag frisch zubereiten muss. Großen Fleischvorrat einkaufen (dann lohnt sich auch das Bestellen im Internet), Mehrere Rezepte basteln, panschen und in Tagesportiönchen einfrieren. So bekommt man auch schön viel Abwechslung in die Sache.

Der Kot von gebarften Katzen stinkt.
Nein. Ich hab eine 1 1/2 Zimmer Einliegerwohnung, somit hab ich 3 Katzenklos in meinem "Schlaf-Wohn-Esszimmer". Früher, sowohl mit Nassfutter als auch mit Trockenfutter, egal mit welcher Qualität und auch unabhängig vom Katzenstreu, es stank. Zum Teil bestialisch.
Und heute? Alle 2-3 Tage setzen beide ein Miniaturhäufchen ab, schön fest und Mikroskopisch klein. Und das beste: Es stinkt nicht! Wirklich, nix, null, nada

Warum sprechen sich auch Autoren in Printmedien gegen das BARFen aus?
Ganz einfach, nehmen sie mal ein Hochglanz-Katzenmagazin in die Hand und durchblättern sie die Zeitung ganz geziehlt nach der Werbung. Sie werden bemerken das auf so gut wie jeder Seite welche abgedruckt ist. Oft wird auch - zufälligerweise - auf den häufig enthaltenen "Neu-auf-dem-Markt-Seiten" immer wieder ausschließlich von bekannten Herstellern berichtet. Die Zeitungen leben praktisch von der Werbung, es ist klar das eine Zeitung für 3€ und mit einer Auflage von vll. 1000 Stück keine 10 Autoren und sonstige Arbeiter bezahlen kann wenn kein zusätzlicher Verdienst dazu kommt.

Und Buchautoren?
Dies ist abhängig vom Verlag. Graefe und Unzer (GU) z.B. hat auffällig viele Fotos von Masterfood Produkten in seinen Büchern und Empfiehlt bei den Weblinks sogar die Homepage von Whiskas um sich über Katzenernährung zu informieren!
In vielen Büchern von kleineren Verlägen ist dies nicht der Fall, oft geben diese Autoren sogar offen zu das sie barfen und Fertigfutter eher skeptisch gegenüberstehen. Da diese kleineren Verläge meist geringere Auflagen haben sind diese Bücher aber nicht so bekannt.

 
 

 

 
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